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Familie Handtke beim Wandern Foto: Tobias Handtke

Mein Leben… damals bis heute, 45 Jahre!

Der Lebenslauf gehört zu jeder Bewerbung und auch diese Seite verstehe ich als meine Bewerbung an Sie für das Amt des Bürgermeisters unserer Gemeinde Neu Wulmstorf.

Die Bürgerinnen und Bürger entscheiden darüber, wer dieses Amt ausüben soll. Aus diesem Grund gehört es für mich auch dazu, über mich und mein Lebensumfeld Informationen mitzuteilen. Es geht nicht nur darum, was meine Ziele für die Zukunft sind, sondern was mich zu dieser Kandidatur bewogen hat, welche Qualifikationen ich mitbringe, welchen Weg ich für die Gemeinde bereits beschritten habe. Vertrauen entsteht nicht nur durch Nahbarkeit, sondern vor allem durch Taten.

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Meine Grunschule Foto: Tobias Handtke
Tobias Handtke vor der Grundschule am Moor

Wurzeln in Neu Wulmstorf seit 45 Jahren

Seit einigen Jahren bewegt mich der wahrnehmbare Generationensprung von mir zu meinen Kindern. Meine eigene Kindergartenzeit an der Lutherkirche, die Grundschulzeit an der GS am Moor und das Abitur am Gymnasium bewerte ich heute mit dem Blick des Vaters mit Kindern an denselben oder ähnlichen Stationen. Mit dem Abstand von nur wenigen Jahren ist diese Beobachtung heute verbunden mit viel Dankbarkeit für die umfassenden Möglichkeiten, die unsere Gemeinde uns bietet. Neu Wulmstorf war für mich und ebenso für meine Frau immer der Lebensmittelpunkt in unseren verschiedenen Bildungs-, Berufs- und Familienphasen. Die ganze Familie kann hier vor Ort ihre Wurzeln schlagen und Heimat finden. Auch mit einer Arbeitsstelle in Hamburg, unseren Hobbys in der Region und dem gelegentlichen Drang in die eher unweite Urlaubs-Welt sind wir hier gut an- und eingebunden.

Stephan Weil und Tobias Handtke Foto: Tobias Handtke
Stephan Weil (links) und Tobias Handtke (rechts) nebeneinander stehend

Politische Funktionen seit 25 Jahren

Mit voller Überzeugung bin ich seit über fünfundzwanzig Jahren im politischen Einsatz für unseren Wohnort. Seit der Kinderzeit bin ich von Politik fasziniert und habe mich deshalb bereits als Jugendlicher ehrenamtlich politisch engagiert. So konnte ich früh lernen, wie es sich anfühlt, Verantwortung zu übernehmen. Mit zwanzig Jahren wurde ich erstmals in ein politisches Mandat als Ratsmitglied gewählt, damals als jüngstes Mitglied, inzwischen als Dienstältester (aber immer noch einer der Jüngeren). Weitere Station neben dem Gemeinderat war 2001 die Wahl als Kreistagsabgeordneter. Meine politischen Themenschwerpunkte in der Gemeinde und im Landkreis sind über die Jahre immer die Wirtschafts- und die Schulpolitik in den Gremien gewesen. Meine Fähigkeit liegt sicher auch darin, die Verbindung der Themen zu erkennen, das große Ganze im Blick zu haben und gleichzeitig die Menschen in der Fraktion immer wertschätzend und gleichberechtigt zu behandeln. Vor Verantwortung habe ich mich nie gescheut, gerade wenn ich davon überzeugt bin, dieser Verantwortung gerecht werden zu können. Das zusammen hat sicher dazu geführt, dass ich seit 2011 im Gemeinderat und seit 2014 im Kreistag die Fraktionen als deren Vorsitzender führe. Die Kandidaturen für den Landtag waren mir eine besondere Ehre, indem ich die Bedeutung unserer Region auch nach Hannover tragen und gleichzeitig wichtige Netzwerke aufbauen konnte, die sich kommunal immer lohnen. Wenn man nach diesen Jahren auch meinen mag, dass meine Lehrjahre inzwischen hinter mir liegen, erlebe ich neue politische Herausforderungen immer wieder als spannend und motivierend. Gleichzeitig begegne ich diesen mit Respekt und einer mir ganz wichtigen Eigenschaft: Bodenständigkeit und sich selbst als Person nicht zu wichtig zu nehmen.

Mein Herz schlägt für unser Zuhause, für unsere Gemeinde Neu Wulmstorf, das ist für mich Motivation und Verantwortung zugleich! Für die Zukunft finde ich sehr wichtig, dass wir unsere Gemeinde nach außen stark vertreten. Wir haben starke Nachbarn, liegen an der Landesgrenze zu Hamburg und an der Kreisgrenze zum Landkreis Stade. Wir müssen partnerschaftlich und überparteilich Kontakte und Netzwerke nutzen. Mein Ziel ist es, unsere Gemeinde verständnisvoll mit den Menschen nach innen zu gestalten und uns selbstbewusst nach außen für unsere Interessen stark zu machen.

Tobias Handtke bei ver.di Kundgebung Foto: Tobias Handtke
Tobias Handtke bei ver.di Kundgebung zum Erhalt der Karstadt Sporthäuser

Meine berufliche Erfahrung: Leidenschaft für das Ziel und Pragmatismus für Lösungen

Kaufhäuser haben mich immer begeistert. Ich habe öfter gehört, es sei eher untypisch für einen Mann, dass ich gerne Bummeln und Shoppen gehe. Aber mir hat die lebendige Einkaufswelt immer Spaß gemacht, weil sie vielleicht auch ein Spiegel unserer Gesellschaft ist. So kam es gerade recht, dass ein Freund mir zu Beginn meines Studiums der Sozialwissenschaften das Angebot machte, als Teilzeit-Kraft bei Karstadt anzufangen. Ich konnte mich immer mit meiner Arbeit im Unternehmen identifizieren, nicht nur von der Vertriebsseite her. Mit Beginn meines Vollzeit-Einstiegs habe ich, mit der Perspektive Verantwortung zu übernehmen, mein Studium abgebrochen. Diese Verantwortung für das Unternehmen war aber für mich auch immer verbunden die Belange der Kolleginnen und Kollegen zu vertreten. Der Name Karstadt lässt erwarten, dass es nicht nur erfreuliche Erlebnisse waren, die ich als Angestellter und Betriebsrat hatte. Ich musste auch schwierige, wenn zugleich auch wertvolle Erfahrungen sammeln, da der Einzelhandel bekanntermaßen permanent vor großen Herausforderungen steht. So beschleunigt der Online-Handel die seit Jahren harte Konkurrenz. Und mit Blick auf viele Existenznöte erweist sich die Pandemie gerade als „Brandbeschleuniger". Als Sozialdemokrat war es fast schon eine Selbstverständlichkeit, mich für die Kolleginnen und Kollegen und die betrieblichen Belange einzusetzen. Inzwischen bin ich über das örtliche Engagement hinaus seit 2015 als Sprecher des Wirtschaftsausschusses des Gesamtbetriebsrates für das Unternehmen tätig. Mir war immer wichtig, gleichzeitig verantwortungsbewusst im Interesse der Beschäftigten sowie für das Fortbestehen und die gesunde Entwicklung des Unternehmens zu handeln. Meine Erfahrungen aus diesem komplexen Engagement sind für meine Bewerbung als Bürgermeister politisch und methodisch sehr wertvoll. Diese Arbeit hat mir Einsichten in Zusammenhänge ermöglicht, in wirtschaftliche, kommunikative und pragmatische. Ich habe in der Praxis gelernt, dass politische Kompromissfähigkeit weiterführt, wenn die Leidenschaft für das Ziel und der Pragmatismus für Lösungen zusammenfinden.

Anmeldung beim Heidelauf Foto: Tobias Handtke
Tobias Handtke bei der Anmeldung für den Heidelauf

Ehrenamt ist Ehrensache!

Das ist eine Selbstverständlichkeit für die vielen Menschen, die unser Leben mit Ihrem Engagement bereichern. Dankbarkeit dafür bedeutet auch, selber nach Kräften seinen Beitrag zu leisten, sofern sich die Möglichkeit dafür bietet. Seit nunmehr 19 Jahren habe ich viel Freude daran, anderen mit der Organisation unserer Lauf- und Festveranstaltung dem Neu Wulmstorfer Heidelauf eine Freude zu bereiten. Geboren durch die Idee als begeisterter Läufer genau so eine Veranstaltung auch in unserer Mitte durchzuführen, ist eine Einrichtung geworden, die Menschen zusammenführt und für Klein und Groß viel Freude bereitet. Dabei ist der persönliche Gewinn in der Gemeinschaft mit anderen Vereinen und Organisationen etwas zu bewegen. Den Anfang haben damals wir als SPD und DLRG gemacht, mit der Heidesiedlung, der Lutherkirche und der Jugendpflege sind dann weitere „Mitspieler“ dazugekommen. Diese Gemeinschaft ist gewachsen, die Freude miteinander zu gestalten ist ein ganz besonderes Gefühl von Heimat. Elternvertretung in unseren Schulen vor Ort oder Vorstandsarbeit in Vereinen, wie z.B. meine Funktion im Vorstand von Vereinen, bedeutet auch, diese Gemeinde besser zu verstehen. Daraus ergeben sich für mich immer sehr viele wertvolle Impulse für die politische Arbeit. Dazu gehört es auch, sich aber nicht nur mit Ämtern zu bekleiden, wenn dies gefordert ist, sondern auch ganz einfach als Helfer zur Verfügung zu stehen, wenn es erforderlich ist. Die Unterstützung bei der Blutspende des DRK als Helfer ist gerade in diesen Zeiten eine wichtige Aufgabe, die ich gerne übernommen habe. Der Blick über die Gemeindegrenze hinaus bedeutet für mich, sich in ganz wichtigen Einrichtungen zu engagieren, wie z.B. im Vorstand des Fördervereins des Freilichtmuseums am Kiekeberg.

Kurzum: Das Ehrenamt ist Ehrensache und macht auch nicht vor einer beruflichen Herausforderung halt. Das bedeutet also für mich an diesem Engagement selbstverständlich festzuhalten, und wenn Sie als Wählerin und Wähler es so entscheiden, wird der Bürgermeister dieser Gemeinde zukünftig mit Sägespänen und Bollerwagen die Strecke des Heidelaufes abstreuen.

Ämter können sich ändern, der Mensch bleibt.